Fronleichnam 2018 in Ostwestfalen und Hessen

 

Christel und Rolf Freitag aus Paderborn gewannen bei der Schwarzwaldtour über Fronleichnam 2017 den „begehrten“ dritten Platz, sodass sie in diesem Jahr die Tour ausrichten „durften“. Sie luden den Spargelclub in ihre Heimat Ostwestfalen ein.

 

In der „Pfeffermühle“ in Nordborchen, einem kleinen und feinem Hotel mit Restaurant, hatten wir unser Domizil. Am Fronleichnamstag trafen nach und nach die Teilnehmer ein, insgesamt 18 Teams. Der Begrüßungsabend fand bei einem reichhaltigen Buffet und anschließenden gemütlichen Beisammensein im Restaurant statt. Wir erhielten schon die Fahrtunterlagen mit den Anweisungen. Es waren schöne und kurvenreiche Strecken, bergauf und bergab, angekündigt, verschiedene Steigungen und auch Gefälle bis max. 18 %. Ebenso auch die Warnung, dass es durch die „grüne Hölle“ gehen würde.

 

Der Freitag morgen versprach kein angenehmes Fahrwetter, trotzdem starteten alle Unentwegten bei offenem Verdeck. Nach wenigen Kilometer mussten diese leider alle geschlossen werden, denn es kamen einige Regenschauer. Die erste Etappe führte uns nach Lippstadt zu den HELLA Werken. Dort hatten wir die Gelegenheit, den berühmten Lichtkanal zu besuchen.

 

Auf dem Parkplatz bei HELLA

Der Hella Lichtkanal ist mit seiner 145 Meter langen und 11 Meter breiten überdachten Straße und einer Vielzahl von technischen Raffinessen einzigartig in Europa und für Hella bei der Erprobung und Beurteilung innovativer Scheinwerfer- und Signalleuchtensysteme von hoher Bedeutung. So kann im Lichtkanal unabhängig von jeglichen Umwelteinflüssen mit realistisch nachempfundenem Straßenbild und vielfältigen Einflussgrößen die Bewertung von lichttechnischen Produkten etwa im Hinblick auf Ausleuchtung, Blendung oder Sichtbedingungen vorgenommen werden. Weitere Informationen wurden uns von Ralf Meschede, einem Freund des Ausrichters, gegeben, der auch bei dieser Ausfahrt mitmachte. Es war sehr interessant zu erfahren, was sich von der Tranfunzel bis zu den heutigen Leuchtdioden alles entwickelt hat und wie die Herstellung aller Leuchtmittel – verteilt über alle Kontinente – bewerkstelligt wird.

 

Nach diesen sehr interessanten Vorträgen ging es weiter in Richtung Salzkotten. Die Fahrzeuge wurden dort auf dem Parkplatz der Sälzerhalle abgestellt und wir wanderten an der Saline vorbei zu der Kaffeerösterei Benslips. Hier wurde uns über den Anbau des Kaffees und auch dem Röstvorgang alles erklärt. Mehr darüber zu erfahren wird empfohlen nachzulesen unter: https://www.benslips-kaffee.de/coffee-spots/salzkotten-rösterei. Natürlich wurde der Kaffee auch sofort in dem dortigen Café mit leckerem Kuchen auch getestet. Nach dieser Stärkung fuhren wir wieder Richtung Nordborchen und stellten dort fest, dass unsere Oldtimer locker 100 Kilometer absolviert hatten.

In Salzkotten ein freundlicher Empfang bei der Kaffeerösterei Benslips

 

Unterwegs waren natürlich Kontrollen, bei denen allgemeines Wissen befragt wurde und natürlich auch Geschicklichkeit. Die schönste aller Kontrollen war das Schätzen der Höhe, wenn die vier Enkelkinder Freitags übereinander gestellt würden. Und hier gab es erhebliche Abweichungen.

Die aktiven Enkelkinder der Freitags - eine tolle Aufgabe für die Teilnehmer!

Das gemeinsame Abendessen und anschließende ausgiebige Singen unter Leitung unseres altbewährten Musikanten Karlheinz ließ den Freitag gemütlich ausklingen.

 

Der Blick auf die Samstagsstrecke ließ die „Unter-motorisierten“ leicht zittern, denn es waren rund 150 Kilometer angekündigt. Mit vollem Tank und bewölktem Himmel ging es pünktlich los Richtung Hessen zum Residenzschloss in Bad Arolsen. Dort konnten wir auf dem Schlossvorhof alle parken, wozu uns die lieben Freitags den Empfangssekt spendierten. In zwei Gruppen wurden wir durch das Schloss geführt. Es wurden uns einzelne Räume und deren Ausstattung gezeigt, wo heute noch die Adelsfamilie derer zu Waldeck lebt. Wer sich weiter über dieses schöne Schloss informieren möchte, sollte hier einmal anklicken: http://www.schloss-arolsen.de/geschichte.php . Es sei jedoch noch erwähnt, dass die Großmutter der letzten niederländischen Königin, Beatrix, aus diesem Schloss stammt. Es war die Königin Emma der Niederlande (*1858 – +1934).

 

Unsere Automobile auf dem Schlosshof wurden sehr bewundert.

Das Schloss bot den richtigen Hintergrund.

Die Weiterfahrt ging zum östlichsten Punkt dieser Ausfahrt zur Kugelsburg bei Volkmarsen. Dort wurde eine Kaffeepause eingelegt und viele nutzten die Gelegenheit, den dortigen Burgturm zu besteigen. Für die Interessierten mehr darüber unter: http://www.volkmarsen.de/index.php?id=77.

Einige Teilnehmer bestiegen diesen Turm über eine Leiter im unbeleuchteten Innenraum.

 

Die Rücktour führte tatsächlich durch die „Grüne Hölle“. Es wurde erzählt, dass eine Copilotin den Fahrer nach dem exakt beschriebenen Streckenplan erklärte, genau 8,2 Kilometer „geradeaus“ zu fahren habe. Das war aber eine Fehlangabe, denn hier ging es kurvenreich hoch und runter, sodass der Fahrer nach Bewältigung dieser Strecke sich schon in ein dort befindliches Seniorenheim einweisen lassen wollte. Es kamen alle ohne nennenswerte Pannen oder Ausfälle wieder in der Pfeffermühle an. Alle Automobile, von DIXIs aus den Endzwanziger Jahren an bis zum Citroen 2 CV von 1968, schafften diese lange und schwierige Strecke.

 

Der Abschlussabend begann auch wieder mit einem leckeren Buffet. In der Zwischenzeit hatte die Familie Freitag aber auch schon die Auswertung vorgenommen, sodass die „Siegerehrung“ zügig vorgenommen werden konnte. Der letzte Platz ging an die Startnummer 1. Es wurde gemunkelt, dass dieser bewusst viele Fehler gemacht habe, damit er nicht den dritten Platz bekam.

 

Sieger mit den wenigsten Strafpunkten war das Team Flach auf dem BMW V 8. Auf den zweiten Platz kam das Team Meschede mit dem BMW 3200 CS. Um den dritten Platz musste gewürfelt werden und das Los fiel auf das Team Drake auf Citroen 2 CV. Frau Drake bat jedoch, dieses „Los“ nicht annehmen zu müssen aus gesundheitlichen Gründen. Der zweite Loswürfler lehnte aus terminlichen Gründen ab. In dieser schwierigen Situation meldete sich jedoch der Gesamtsieger Karlheinz Flach und erklärte spontan, die Ausfahrt zu Fronleichnam 2019 am Schloss Wolfegg in Oberschwaben durchzuführen. Das wurde mit großem Beifall honoriert. Nebenbei: Karlheinz hatte auch den dritten Platz bei der Maiausfahrt bekommen, sodass er fürs nächste erst einmal richtig beschäftigt ist. Übrigens: Im Schloss Wolfegg ist die weltweit einmalige Einradanhänger - Ausstellung unseres Spargelclub- freundes Karlheinz Flach zu bewundern: 

 

https://www.automuseum-wolfegg.de/

 

Jeder Teilnehmer wurde auch reichlich beschert: Eine Tragetasche befüllt mit einem Fläschchen Sekt, an dem eine Einkaufswagenchip mit dem Logo der Stadt Paderborn, den drei Hasen mit den drei Ohren, hing. Weiterhin eine Erinnerung an Salzkotten: ein Säckchen mit dem dort hergestellten Salz. Dann auch noch zwei Pakete Biokaffee der Rösterei Benslips und die Krönung: Christel Freitags liebevoll selbst hergestellte Konfitüre aus vier Früchten – ein Genuss!!

 

Alles in allem: Es war eine sehr schöne Ausfahrt mit guten Streckenführungen, die durch viele uns unbekannte Landstriche führte. Nette und freundliche Teilnehmer und vor allen Dingen: Eine unbeschreiblich tolle Familie Freitag.

Wir danken Euch für all Eure Mühen, die uns diese schöne Ausfahrt haben genießen lassen.

                                                                                                                                                                                                                               Kasi

 

Weitere Fotos folgen 

 

 

 

 

DK nach der "grünen Hölle"
zum ersten mal dabei und gleich den zweiten Platz
Platz 1 und FREIWILLIGER Ausrichter 2019
Friedel und Rüdiger überreichen das DANKESCHÖN von den Teilnehmern