Wochentour Bad Laer

vom 14.08. bis 21.08.2022

 

Bad Laer ist ein kleiner Kurort gelegen an den westlichen Ausläufern des Teutoburger Waldes. Diesen Ort hatten Rüdiger Hein und Steffi Gensch als Ausgangspunkt für die diesjährige Wochentour ausgewählt. Als Domizil diente das Hotel "Haus Große Kelter" mit geräumigen Zimmern und einem sehr gepflegten, großen Schwimmbad. Die Hotelleitungl hatte den Teilnehmer einen separaten Raum für die Bewirtung und für das gesellige Beisammensein reserviert.

Rüdiger und Steffi hatten die Tour gemeinsam geplant und die Routen zu den Besichtigungspunkten z. Teil schon im letzten Jahr ausgearbeitet. Leider war es dem schwer erkrankten Rüdiger nicht mehr vergönnt, an dieser Ausfahrt teilzunehmen.

Am Montag führte uns das Bordbuch zielsicher zum Mielemuseum nach Gütersloh. Nach einer kleinen Erfrischung in der Werkskantine begann der geführte Rundgang durch das werkseigene Museum. Nach einem kurzem Einführungsvortrag über den Werdegang der Firma und über die Produktentwicklung im Laufe der Jahrzehnte begann der Rundgang. Fast jeder Teilnehmer konnte sich lebhaft an eines der vielfältigen Produkte - überwiegend aus der Nachkriegszeit - erinnern, ob Waschmaschine, Wäschetrockner etc. oder auch an Miele-Fahrräder und Kleinkrafträder. Kaum bekannt: Miele baute auch Automobile, eines der wenigen erhaltenen Exemplare, Baujahr 1912oder 1914, liebevoll restauriert, war in der Ausstellung zu bewundern.

Am nächsten Tag ging es zum Automuseum Melle. Herr Rösler, der Leiter dieses Museums, einigen bereits persönlich bekannt, begrüßte uns herzlich. In seinem Einführungsvortrag legte er die Philosophie des Museums dar: Die ausgestellten Fahrzeuge sollten fahrbereit sein und bei Veranstaltungen auf die Straße gebracht werden können. Dieses Automobilmuseum vermittelt in der Tat einen hervorragenden Eindruck über die Entwicklung des Automobils, von den Anfängen bis hin zu den modernsten Konstruktionen.

Am Mittwoch stand die Besichtigung des Tuchmachermuseums in Bramsche auf dem Programm. Hier konnte man hautnah miterleben, wie aus der Schafswolle zunächst ein brauchbarer Faden entstand, der dann in einem Webstuhl zu einen Tuch weiter verarbeitet wurde. Beeindruckend waren die in England entwickelten Maschinen, die die industrielle Verarbeitung der Schur bis zum fertigen Faden ermöglichten, angetrieben mit Hilfe von Flachriemen über eine zentrale Transmissionswelle, die ihrerseits durch Wasserkraft oder später durch Dampfmaschinen in Rotation versetzt wurde. Ein Demonstrationslauf dieser Maschinen und der eines mechanischen Webstuhls rundete die Besichtigung ab.

Am Donnerstag stand der Besuch eines sehr seltenen Handwerksbetriebes auf dem Programm: Die Blaudruckwerkstatt in Nottuln.

Der Name Blaudruck ist etwas widersprüchlich, es ist in der Tat ein Färbeverfahren. Bei dem sogenannten Reservedruck wird auf blauem Grund ein weißes Muster abgebildet. Der Druckstock für das weiße Muster ist mit einer farbabweisenden Substanz benetzt, das Leinentuch wird dann komplett blau eigefärbt und anschließend ausgewaschen. Das weiße Muster wird sichtbar.

Bei dem Direktdruck druckt man die Farbe (blau oder rot) mit dem Druckstock direkt, auf weißen Stoff.

Freitag, ein Hindu-Tempel in Hamm. Für einen Europäer ein etwas ungewöhnlicher Anblick. Der Bau des Tempels steht im Zusammenhang mit der Flucht zehntausender Tamilen aus Sri Lanka. Die meisten von Ihnen sind Hindus., wie uns der Fremdenführer bei der Besichtigung wissen ließ.

Zur Geschichte des Sri Kamadchi Ampal Tempels

Der Tempel ist streng nach rituellen Vorgaben konzipiert, die Göttin blickt vom Zentralschrein in Richtung Osten, zur aufgehenden Sonne. Der Innenraum des Tempels ist 700 qm groß. In ihm stehen sieben, mit mythologischen Figuren und Ornamenten reich verzierte Schreine. Arbeiter aus Indien haben sie geschaffen. Das in südindischem Stil erbaute Tempelportal (Gopuram) ist 17 Meter hoch, der Tempel mißt 27 x 27 Meter. Er ist damit der größte erbaute tamilische Tempel Europas.

[zitiert: Tourismus / Freizeit in Hamm / Sehenswertes / Sehenswürdigkeiten / Hindu-Tempel]

Zum Ausklang der Wochentour stand das Motorrad- und Puppenmuseum Beckmann auf dem Programm. In den Scheunen eines stillgelegten Bauerhofes hatte die Familie Beckmann eine wahre Fundgrube an Motorrädern und zugehörigen Accessoires zusammengetragen. Auch das Puppenmuseum stand dem um nichts nach.-

Zur Mittagszeit wurde ein Grill aufgebaut, den Karlheinz Flach die ganze Woche über im Kofferraum mitgeführt hatte. Zu den Grillwürsten wurden kalte Getränke oder wahlweise Sekt mit oder ohne Alkohol angeboten.

Zum Ausklang am Samstagabend hatte Steffi sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Jedes Team erhielt ein Pannenset, bestehend aus Warndreieck, Warnweste und Bordapotheke.- Im Namen aller Teilnehmer mochte ich mich bei Steffi für diese gelungene Wochentour, für ihr Engagement und für die tolle Organisation recht herzlich bedanken.

K.-H. Albertz

Eintreffen der Teilnehmer
Empfang bei Miele
mit dieser Maschine fing bei Miele alles an
das Miele Automobil
Herr Rösler in seinem Element
DKW Sonderausstellung
E-Auto
aus dem Weg nach Bramsche
roh Wolle
beim Blaudruck in Nottuln
der Stempel
ein ganz alter Stempel nur aus Holz
auf dem Weg nach Hamm
die Ihle hat die Zündkerzen dicht
der Hindu Tempel in Hamm
auf geht´s zur Christa Beckmann ins Motorrad Museum in Hasewinkel
Christa in Ihrem Element
Kalle am Grill, DANKE
das war eine Woche rund um Bad Laer